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Wanda – Gib mir alles (Official Video)

Source: http://universal-music.de

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Never gonna give you up. Wie Stefanie Sargangel weiß, ruft uns das diabolische Quintett Wanda aus Wien direkt aus der Hölle „Enchanté, es tut weh“ zu. Starker und ansteckender Reim aus dem dazugehörigen poppigen Song Gib mir alles. Alles gibt euch auch Tom Selleck 2000 – zum Beispiel diesen feinen Clip zur Wanda-Nummer – auch wenn ab und zu die Luft und Zeit etwas eng wird. Geschafft hat er es hingegen zu ihrem Auftritt beim Gamescom-Festival in Köln. Open-Air mit deutlich besserem Ambiente als beim Gig im Februar.

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Trümmer – Grüße aus der Interzone

Source: http://www.checkyourhead.de

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Wo ist die Euphorie? Eine gute Frage, in einer Welt hedonistisch-konsumorientierter Reizüberflutung, in der jeder nur auf das iPhone-Update und den nächsten Bali-Urlaub wartet. Ich habe leider keine Zeit verzweifelt zu sein. Da sind sie wieder: Songzeilen, die man auch als Claim auf ein T-Shirt drucken oder an Plakatwände in Ehrenfeld, Kreuzberg oder dem Schanzenviertel kleistern könnte. Wobei Stop. Jetzt sind wir wieder in der Marketingwelt gelandet, wobei wir uns ja eigentlich in die Interzone begeben wollten, um die eingangs gestellte Frage zu beantworten. In diese Zwischenwelt entführt uns die inzwischen zum Quartett angewachsenen Hamburger-Band Trümmer mit ihrem neuen Album Interzone. Paul Pötsch, Tammo Kasper, Maximilian Fenski und Helge Hasselberg haben gerade mal knapp zwei Monate benötigt, um das heute, den 29. April, erscheinende Zweitwerk zu produzieren, welches wohl zu einer Hälfte aus knarzigem Deutschpop und zur anderen Hälfte deutlich Stoniger als gewohnt daherkommen soll. Wir sind gesapnnt! Grund zur Euphorie hat daneben in jedem Fall die erste Single Grüße aus der Interzone, in der Trümmer direkt wieder mit dem typisch-rauchigen Gesang von Pötsch, klasse Textzeilen und wilden Gitarren daherkommen.

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Marcus Marr & Chet Faker – The Trouble With Us

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No Woman, No Cry. Electro-Soul Artist Chet Faker, inzwischen mit weniger Fashion-Bart (und by the way immer ohne Mütze) und nicht mehr in Melbourne, sondern New York City wohnhaft, ist zurück mit neuem Material. Bei The Trouble With Us, welches einer Kollaboration mit dem Londoner DJ Marcus Marr entspringt, geht es ziemlich funkadelic und mitunter schon sehr radiotauglich-electropoppig zu. Mir gefällt’s trotzdem. Und aufgenommen wurde der Song dann im Rahmen der 4-Track-EP Work in einer viertägige Session in den Studios von Marr in London.

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Day Wave – Come Home Now

Source: helineofbestfit.com

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People always say, get out of your head. You’ve been there too long pretty soon, you’ll be dead. Eine rotzig-bittersüße Ode an eine Ex-Freundin hat Jackson Phillips, besser bekannt als das One-Man Lo-Fi Chillwave-Projekt Day Wave aus Oakland, mit Come Home Now gebastelt. Toller Retro-Sound a la The Drums, der zum lazy-sonnigen Tagträumen einlädt. Ist in Kalifornien eigentlich auch Winter? Im Sommer kam bereits seine in amerikanischen Medien abgefeierte Headcase EP heraus und das hier zu hörende Stück wurde zusammen mit der B-Seite You Are Who You Are (Wahre Worte!)  via House Arrest Records herausgebracht.

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LOYAL – Blue & The Green

Source: facebook.com

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Don’t give up. Tanzmusik für das Ende einer langen Nacht präsentiert uns der next Hype aus London. LOYAL sind sechs Hände und eine Stimme, gegründet aus der gemeinsamen Liebe für Kate Bush, Disco und Stanley Kubrick. Wunderbaren melancholischen Electropop fabrizieren die drei auf ihrem bislang einzigen zu hörenden (Bilder sucht man vergeblich) Track  Blue & The Green. Dieser beschäftigt sich nach Aussage der Band mit der Frage „whether it’s better to fight for something once cherished, or the decision to give up and leave this thing behind. Blue and the green represents land and sea (the earth) as well the emotions of sadness and jealousy.“ Traurig aber schön. Genauso wie die stimmigen Soul Samples. Veröffentlicht wurde das Ganze übrigens beim renommierten Londoner-Label Good Years, hier released auch Banks, und man darf nach der beschriebenen Zutatenliste und diesem ersten Vorgeschmack auf weiteren Output von LOYAL sehr gespannt sein.

 

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Wavves – Way Too Much

Source: http://blaremagazine.com

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You know too much, too much, too much. Wavves, die Kings of the Beach, um den Eskapaden behafteten Sänger Nathan Williams haben uns in diesem Jahr ein weiteres Album beschert. Ihr fünftes Studioalbum heißt einfach, na klar, V, und wir haben uns besonderes mit Way Too Much, einem eingängigen 2-Minuten-Riff, angefreundet, welches exemplarisch für den LoFi-Surfrock des Quartetts aus San Diego steht.

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New Order – Restless (Official Video)

Source: https://news.beatport.com/new-order-has-a-new-album-coming-in-2015/

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I want a nice car, a girlfriend who’s as pretty as a star. I want respect, as much as I can get. How much do you need? Eine berechtigte Frage in der „I want it all“- Multioptionsgesellschaft, welche die britischen Post-Punk-Pioniere New Order in ihrer Single Restless stellen. Die Band um Bernard Sumner aus Manchester, die 1980 nach dem Selbstmord des damaligen Frontsängers Ian Curtis die Nachfolge von Joy Division antrat, ist mit ihrem zehnten Studioalbum Music Complete zurück. Einige Ohrwürmer im typischen New Order – Klanggewand sind mit Tutti Frutti, Plastic oder eben auch Restless mit dabei. Zu letzterem gibt es ganz 2015 diverse Remixe (RAC, Andrew Weatherhall oder auch Agoria) und den hier zusehenden Clip im 80’s Trash-Look. Ein weiterer Fun-Fact: Das grandiose Blue Monday, das ja bis heute die erfolgreichste Maxi-Single aller Zeiten ist, brachte 1983 ihre einstige Plattenfirma Factory an den Rand des Ruins, weil die Produktionskosten der aufwendigen Plattenhülle höher als die Einnahmen waren.

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Wanda – Meine beiden Schwestern (Official Video)

Source: Wikipedia.org

Es ist wahrscheinlich etwas Wahres dran. Vor einem Jahr taucht die Wiener Band Wanda wie aus dem Nichts auf. Benannt ist das österreichische Quintett um Michael Marco, Manuel, Christian, Reinhold und Lukas nach Wanda Gertrude Kuchwalek. Die „Wilde Wanda“ wurde durch ihr ausschweifendes Leben in der Wiener Unterwelt zu einer Kultfigur der österreichischen Boulevardpresse und war im letzten Jahrhundert Wiens einzige weibliche Zuhälterin. Das passt. Für selbstzerstörerischen Hedonismus und Texte, die sich um die Themen Wein, Weib und Tanz drehen steht die österreichische Kapelle nämlich seit ihrem Debüt Amore! (Bologna!) schon längst. Oder wie Rampensau & Sänger Marco Michael Wanda zu Protokoll gibt: „Als ich Amore geschrieben habe, habe ich nur die Beatles und Falco gehört. Auf Wiener Schmäh tragen sie ihren Kampfruf für Dekadenz und Ausgelassenheit nun auch auf ihrem neuen Album Bussi aus. Produziert wurde das Ganze wieder von Paul Gallister, der schon Conchita Wursts Hit Rise Like A Phoenix mitproduzierte, und genau weiß, welche Zutaten ein guter Song haben muss. Bussi folgt dabei gnadenlos dem Charme des Debüts, wobei besonders das grandiose Meine beiden Schwestern (Wer ist eigentlich die immer wieder in Wanda-Video auftauchende Schönheit?) als Ohrwurm heraussticht. Hin und wieder stehn wir uns nah.

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San Cisco – Too Much Time Together (Official Video)

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This must be love. Bei aller Liebe kann es mitunter natürlich auch vorkommen, dass man einander überdrüssig wird. Ganz richtig warnen also San Cisco in ihrem catchy Song Too Much Time Together vor den Gefahren, wenn man die traute Zweisamkeit als einzellige Liebeskletten übertreibt. Zu finden ist die Nummer als zweite Singleauskopplung auf ihrem neuen Album Gracetown. Finest Indie-Pop mit zuckersüßen „uh-uhh’s“, „la-la-la’s“ und natürlich „da-da-da’s“ ist darauf angesagt und das Quartett aus West-Australien setzt gekonnt den Weg fort, den sie bereits auf ihrem 2012er selbstbetitelten Debütalbum eingeschlagen haben. Bei diesem erinnern wir uns nur allzugern an das wunderbare Awkward mit einem der besten Boy-Girl-Dialogen ever.  Auch in dem Video zu Too Much Time Together lassen es sich die vier Schulfreunde Jordi (der smarte Sänger), Josh (Gitarre bis zur Brust), Nick (Bass) und Scarlett ( Drums & Vocals) mal wieder richtig gutgehen ….

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The Bohicas – Where you at (Official Video)


Whatever happened to my rock n‘ roll. Wahrscheinlich mussten Gitarrenriffs & Lederjacke gegen Anzug & Krawatte ausgetauscht werden, eine Veränderung die man in UK zynisch als BOHICA aka „Bend Over, Here It Comes Again!“ bezeichnet. Nicht schon wieder im Job was hinten rein zu kriegen dachten sich wohl The Bohicas und gründeten vor 3 Jahren in Essex eine Rock n’Roll Kapelle, die nach einer Mischung aus Black Rebel Motorcycle Club und The Vines klingt. Durch das famose Where You At konnte es das systemkritische Twenty-Something-Quartett auf diverse Ones to watch in 2015-Listen schaffen, was sie zudem noch einer Tour mit Franz Ferdinand und einem Deal beim ehrwürdigen Domino Records verdanken.