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Digitalism – Go Time

Source: http://www.meltfestival.de

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Let’s Get Friday Out Of The Way. Es wurde mal wieder Zeit: Seit 2004 sind die beiden Hamburger Jens „Jence“ Moelle und Ismail „Isi“ Tüfekç als Digitalism unterwegs und haben es als Nu-Rave-Pioniere zu beeindruckendem internationalem Renommee gebracht. Der ansteckend positiven Hoch-die-Hände-Feel-Good-Electropop Mentalität kombiniert mit Rave und House-Elementen sind sie seitdem treu geblieben. Na klar, ihr letztes Ausrufezeichen Wolves war schon als Vodafone-Commercial-Clip ganzschön grenzwertig, aber trotzdem irgendwie auch ziemlich catchy. Jetzt also nach dem famosen 2007er Album Idealism, und dem 2011er I Love You Dude endlich Album Nummer drei. Mirage wird es heißen und mitsamt 15 Tracks am 13. Mai erscheinen, eingebettet mit einer großen Welttournee und diversen Festivalbesuchen. Das wunderbare Go Time ist der dritte Soundeindruck nach Utopia und Battlecry und steht schon jetzt bereits ganz oben in unserer Rotationsliste.

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Miguel Campbell – The Music (Extended Mix)

Source: residentadvisor.net

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The Music in Endlosschleife. The Music in allen Gassen. The Music von Miguel Campbell. Nach dem Erfolg seines Debütalbums Back In Flight School, welches 2012 auf Hot Creations released wurde und auf dem sein finest Vocal-House-Hit Something Special zu finden ist, blieb Miguel Campbell erstmal da, wo seine Musik am meisten gefeiert wurde: Auf Ibiza. So hat er die letzten drei Jahre seine Zeit auf der Partyinsel einerseits mit Touren, andererseits mit Aufnahmen in seinem Studio verbracht. Im vergangenen Jahr ging es dann zurück in seine Heimatstadt Leeds, wo er auch das 2006 gegründete Label Outcross Records betreibt, auf dem nun sein zweites Album gerade herausgekommen ist. Night Drive Without You besitzt 15-Tracks, die “built to take listeners on an abstract, heartfelt journey through a mix of house, funk, jazz and disco“. By the way: Sechs der Songs wurden eingesungen von Benjamin Diamond, den man eventuell noch als Stimme von Stardust’s 1998er Hit Music Sounds Better With You kennt.

 

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Beacon – Preserve

Source: ghostly.com

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I won’t be blinded anymore. Preserve heißt die erste Singleauskopplung des im Februar via Ghostly erscheinenden zweiten Albums Escapements des Brooklyner-Electropop-Duos Beacon. Thomas Mullarney III und Jacob Gossett lernte sich am Pratt Institute in Brooklyn kennen, wo beide Bildhauerei bzw. Malerei studierten. Ziemlich arty also. 2011 wurden sie dann von Stereogum zu einer Band to Watch auserkoren und 2013 brachten Beacon ihr Debütalbum The Ways We Separate heraus. Während hier noch der thematische Fokus auf dem Weltall lag, geht es bei Escapements um das Thema Zeit und wir werden erneut zur Dark Side Of Sweet Melody verführt.

 

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Foals – Give It All (Lindstrom Remix)

Source: Wikipedia.Org

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I give it all, this is the reason why I sing. Sie wollten ihn und sie haben ihn bekommen. Der norwegische space-disco Hexenmeister Hans-Peter Lindstrøm alias Lindstrøm wurde von den britischen Math-Rockern Foals auserkoren einen Remix ihrer jüngsten Single Give It All aus ihrer LP What Went Down zu zaubern. 8 Minuten später weiß man, dass es ihm mal wieder gelungen ist ein hypnotisches Danceepos zu erschaffen und man kann sich phantasievoll vorstellen, wie Yannis Philippakis auch eine ziemlich gute House-Diva abgeben würde. 

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AMTRAC – Hold on

Source: facebook.com

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Come to me when I call your name. Oberkörperfrei auf der Monitorbox tanzen oder im dicken Wollpulli eingehüllt unter der Bettdecke bleiben? Schwierig. Gerade dann, wenn ihr euch die elektronische Rakete von AMTRAC mit Hold On auf die Plattenteller auflegt. Marvin Gaye, einer der wohl am häufigsten gesampelten Artists, stand mit einigen Vocal Samples seines 1977er Songs Nothing Like The Real Thing auch bei Hold On mal wieder Pate. Hinter AMTRAC steckt Calab Cornett aus Louisville/Kentucky, den seit seinem Debüt auf Mark Knights Toolroom Records immer mehr Leute auf dem Zettel haben.

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Bodhi – Brawd

Source: http://kickkicksnare.com

Source: http://kickkicksnare.com

Come on Baby light my fire. Heute geht es erstmal runter mit dem Aufzug ins tiefe Untergeschoss walisischer deephouse-Musik, wo wir die beiden 27 -jährigen Olly Howells und Luke Welsby antreffen, die zusammen als Bodhi und ihrem neuen Track Brawd uns eine gehörige Portion Emotional-Electro verpassen. Nach Jahren in Bands und anderen musikalischen Arrangements haben sich Bodhi, nach dem Kennenlernen (mal wieder) auf einer Clubnacht, in Cardiff gegründet und sich zunächst an Samples für London Grammar, The XX oder Sampha versucht. Weitere Aufmerksamkeit erlangten sie dann durch Releases auf Labels wie Ten Thousand Yen, Future Classic, Exploited oder auch Rinse und einer Zusammenarbeit mit dem Brit-Award nominierten George The Poet. Jetzt also folgt die Howler EP via  Black Butter Records und lässt durch den gekonnt coolen deephouse-Pop uns ein paar Stockwerke höher ins Licht fahren.

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Benoit & Sergio – House With 500 Rooms

Source: Residentadvisor.net

Source: Residentadvisor.net

Our house, in the middle of our street is deeper and bigger than your house. Benoit & Sergio machen keine Tanzmusik — sie erzählen Geschichten. Und weil man sich in einem Haus mit 500 Räumen, gerade angetrunken nachts, leicht verlaufen kann, hilft uns das französisch-amerikanische Duo mit einem unfassbar catchy & smoothen Beat bei ihrem neuen Track House With 500 Rooms bei der Orientierung. Seit 2009 sind Benoit Simon und Benjamin Meyer zusammen in der Welt unterwegs, nachdem sie sich auf einer Party, na klar, in Berlin kennengelernt haben. laut Eigenbeschreibung ziehen die beiden inzwischen in Rom und Berlin sesshaften Produzenten ihre musikalischen Einflüsse aus Bands wie den Talking Heads, Pavement oder auch Roxy Music, aber auch von Elektronic-Acts von Daft Punk über Ricardo Villalobos. All das kulminiert dann in ihrer Musik und führt zu melodramatischen Texten über Einsamkeit, französische Frauen, Wein und Ferraris.

 

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La Boum Fatale – Walls (Radio Edit)

Source: sinnbus.de

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You just know it there’s a wall and you just run through it. Vor drei Jahren waren wir noch im Video zu AAA des Hamburger Duos La Boum Fatale unterwegs in der Ego-Perspektive mit Paul Pötsch – Sänger der Indie-Band Trümmer – durchs Hamburger Gängeviertel. Aus dem Duo La Boum Fatale  ist inzwischen eine One-Man-Show um Antonio de Spirt geworden und anlässlich seines im Winter auf Sinnbus erscheinenden Albums Holygram gibt’s was neues vom Wahl-Berliner auf die Ohren. Sinnbus? Genau, das war ja das geniale Label von Bodi Bill, die sicherlich auch als musikalisches Vorbild von Walls, der Vorab-Single von La Boum Fatale Pate standen. Melancholisch, elektronisch und düster geht es hierauf zu mit einigen Aufhellungen durch den Gesang von Andreas Bonkowski.

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Frankey & Sandrino – Acamar

Source: http://edhid.com

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Summer Closing im Amnesia Club auf Ibiza. Es schweben mehr Handys als Hände am Ende des Sets von Maceo Plex in der Luft, um den Höhepunkt und sich selber zu feiern. Doch der Drop bleibt aus während Four Tets Remix von Eric Prydz’ Opus, einem 9 Minuten monotonen Track, ertönt und viele verwirrte Gesichter hinterlässt. Maceo Plex dazu: Ich bin mir bewusst, dass ein typisches Amnesia-Set aus bouncigem Tech-House besteht. Es macht mir aber keinen Spaß, nur das zu spielen. Da hat Maceo Plex wohl recht und damit das Sternensystem der derzeitigen elektronischen Musikszene durcheinander gewirbelt. Hätte er vielleicht mal besser den Song Acamar – benannt nach dem Stern Theta Eridani – gespielt, eine typisch floatige House-Hymne, und einer der Hits dieses Sommers auf Ibiza. Ein weiter Weg vom Wuppertaler Butan-Club – wo sich unsere beiden heutigen Protagonisten Frankey & Sandrino kennengelernt haben – bis auf die spansiche Partyinsel. Sandrino war hier in den 00er Jahren Resident-DJ und lebt heute in Berlin und hinter Frankey steckt der Essener Frank Beckers der auch einer von D-Nox & Beckers ist.

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Kartell – Attracted

Kartell_PhotoByLaureneBerchoteau_4

Et boum, ce le choc! Kartell, italienische Designmöbel und französischer Handtaschenhouse entfachen gleichermaßen eine elektrisierende Wirkung auf trendbewusste Großstädter. So auch der jüngste Streich des House-Künstlers Kartell, in Tours geboren und natürlich längst wohnhaft in Paris und um die ganze Welt jettend. Klanglich anziehend und ansteckend präsentiert er uns mit Attracted eine sehr sehr lässige Nummer, die hier schon rauf-und-runter-läuft und auf der Tender Games-EP des Franzosen zu finden ist.