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Filous – Feel Good Inc. (ft. LissA)

Source: http://beautifulbuzzz.com

Windmill, windmill for the land. Turn forever hand in hand. Damon Albarns Sinn für Ironie blitzte bereits 1997 auf, als Blurs größter Hit Song 2 (woo-hoo) herauskam, der als Parodie auf Grunge konzipiert war. Ähnlich erging es ihm und seinem Mitbewohner, dem Comiczeichner Jamie Hewlett, 1998 als sie gemeinsam MTV (ja das hat man damals anstatt Netflix gemacht) schauten und ihnen die Austauschbarkeit der gezeigten Künstler missfiel: „if you watch MTV for too long, it’s a bit like hell – there’s nothing of substance there. So we got this idea for a cartoon band, something that would be a comment on that“. Dies galt als Geburtsstunde der virtuellen Pop-Band Gorillaz. Die Charaktere der Band sollten dabei alle gängigen Klischees bedienen und es entstanden aus der Feder von Hewlett vier Zeichentrickfiguren: Der Punk als Bandleader (2D), ein Altrocker als Bassist (Murdoc), eine flippige Asiatin an der Gitarre (Noodle) und der gutmütige Hüne am Schlagzeug (Russel). Im Song Feel Good Inc. ihres zweiten Albums Demon Days von 2005 durfte man dann neben den Vocals von De La Soul und den sich um Isolation und Eskapismus bewegenden Lyrics eines ihrer ausgewöhnlichen Videos bewundern. Zeit die Nummer wiederzuentdecken hat der 19-jährige österreichische Produzent Filous gefunden. So verwandelte er mit gesanglicher Unterstützung der Bonnerin LissA die melancholische neo-hip hop Nummer in eine lässige und entspannte Electro-Ballade. Übrigens: Die Anzeichen verdichten sich dass es dann im nächsten Jahr auch endlich wieder ein neues Album der Gorillaz geben wird.

 

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Total Giovanni – Can’t Control My Love

Source: https://www.residentadvisor.net

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I can’t feel my face when I’m with you. Es ist wieder Zeit: Tagsüber Margheritas am Pool und Abends Spumante mit Bacalhau auf der Dachterrasse. Was fehlt? Na logo, der Hangout-Soundtrack eures Lieblingsdealers Tom Selleck 2000, der sich hiermit aus seiner kleinen Schaffenspause zurückmeldet. Mit gebracht hat er Spike Punch, Vincenzo D, Sideboard Ford, Hornelle Equinox und Pistachio Buttercup. Das sind keine neuen Eissorten, sondern die Namen der Melbourne-Milano-Dancekapelle Total Giovanni. In Farbe gibt’s diese verrückten Fünf mitsamt ihrer göttlich-weißen Outfits im Clip zu ‪Can’t Control My Love‬ zu sehen. Aber Obacht vor der Karohemden Gang!

Auch hörenswert sind ihrer weiten funkigen Musicastücke Human Animal, Paradise und When we Break. Eine Kostprobe schonmal hier:

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Fink – All Cried Out (Kulkid Remix)

Source: http://www.fairaudio.de

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Schreien wir zusammen. All Cried Out wurde ursprünglich von der britischen Singer-Songwriterin Alison Moyet, die auch bei Yazoo gesungen hat, und den Produzenten Jolley & Swain geschrieben und erschien auf Moyets Debütalbum Alf 1984. Die Nummer avancierte darauf zu einem Top-10 Hit in UK, Irland, Neuseeland und Südafrika und wurde zudem 2002 von keinen geringeren als der gecasteten Popband No Angels gecovert. Deutlich besser & cooler gelang ein akustisches re-Arrangement des Songs dem englischen Folksinger Finian Paul Greenall aka Fink auf seinem zweiten Album Biscuits for Breakfast 2006. Interessant war auch die eindrucksvolle Wandlung die Fink, der mittlerweile in Berlin-Kreuzberg lebt, davor durchgemacht hat. So begann er seine Karriere als Trip-Hop Künstler, reiste als DJ um die Welt und war ein angesagter Remixer. Allerdings entpuppte sich sein Debütalbum als Ladenhüter und Fink verschwand erstmal sechs Jahre von der Bildfläche, um dann mit neuem Sound zurückzukehren. Seine Affinität zur elektronischen Musik ist natürlich geblieben und vorwärts zurück geht’s heute mit dem Remix des Parisers Kulkid von All Cried Out. Akustik-Gitarre meets Electro-Beats und trifft auf die mächtige Stimme von Fink. Toll und auch als freier Download verfügbar.

 

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Ornette – Crazy (Nôze Remix)

Source: http://www.ornettemusic.com/

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Uh, you girls, you drive me crazy. Ornette hat es weit gebracht: Vom Pariser Musikkonservatorium als Pianistin über eine Jazzband bis hin als Sängerin in den Throwback Thursday der Schnurrbartgalaxie. Bettina Kee, aka Ornette – benannt nach dem amerikanischen Jazzpionier Ornette Coleman – brachte 2012 ihr Debütalbum Crazy heraus. Auf dem Remix des Pariser Electro-Duos No one Nôze von Crazy ist ihre klare und helle Stimme die perfekte Ergänzung zu den elektronischen Beats. Und immer noch passend im Jahre 2016.

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MRTN – Slow (Final DJs Remix)

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Source: stockholmbeatconnection.com

Ready to go? Man nehme einen der bekanntesten DJ’s Schwedens, steckt in zusammen mit dem Drummer von Robyn in ein Studio und herauskommt das Produzenten-Duo MRTN aka Stockholm Beat Connection. Der DJ Mrtn und Drummer POMP arbeiten seit dem Frühjahr 2010 zusammen und legten zunächst das hart ravende High auf dem Dancefloor auf, um dann 2011 ihre Debüt-EP herauszubringen. Hier stach dann Slow heraus, ein Track mit den Vocals von Lovisa Negg, der es auf diverse heavy rotations und Bestenliste geschafft hat. Aufgrund dieses Erfolges rief dann der Blog Stoney Roads einen Remixcontest aus und bekam mehr als 80 Versionen zurück. Eine davon war die grandiose Reise durch die Nacht vom Stuttgarter Sebastiam Stuetz alias Final DJ’s, der uns mit seiner Bassline of Thunder an das erste Date, klapps auf den Po und den ersten Kuss erinnert. Baby, take it slow.

 

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Limp Bizkit – My Way (Florian Paetzold Remix)

Source: Wikipedia.org

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I did it my way. Genau 15 Jahre ist es her, als das amerikanische Nu-Metal-Quartett Limp Bizkit mit Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water ihr erfolgreichstes und ja, auch bestes Album veröffentlichten. 12 Millionen verkaufte Platten, ich gestehe, ich war auch einer davon, und Hits wie Take a Look Around, My Generation, Rollin‘ , My Way oder Boiler haben dann die Kapelle aus Florida um Sänger Fred Durst und Gitarrist Wes Borland irgendwie unsterblich gemacht. Genau das richtige Stichwort, um ihren Hit My Way aus dem Jahre 2000 wieder auferstehen zu lassen. Und na klar: Die Version der nach wie vor aktiven Band kommt hier natürlich im lässigen Remix von Florian Paetzold um die Ecke. It’s my way, my way or the highway.

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Pardon Ms. Arden – What is love?

Source: http://pardonmsarden.com

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Baby, don’t hurt me. What is Love? Diese gar nicht so einfach zu beantworten Frage stellte 1992 der promovierte Politologe Haddaway. Nein, nicht in seiner Dissertation, sondern in dem vom Produzenten-Ehepaar Karin Hartmann und Tony Hendrik, die auch maßgeblich für den Erfolg von Wolfgang „hölle, hölle, hölle“ Petry (!!!) verantwortlich waren, geschriebenen Eurodance-Hymnee What is love. Haddaway, der auf Trinidad & Tobago geboren wurde und einen holländischen Vater hat, verschlug es 1989 nach Köln wo er American Football bei den Cologne Crocodiles spielte und später die beiden Produzenten kennenlernte um den Welthit einzusingen. So erklomm What is love 1993 in Deutschland und etwas später auch in UK Rang 2 der Charts und kam in Österreich sogar auf Platz 1. In den amerikanischen Billboard-Charts stieg er mit der Single bis auf Platz 11 auf, die zudem zum Werbejingle von Pepsi avancierte. Heute lebt der mittlerweile 50 Jahre alte Haddaway in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kaiser in Kitzbühel und hat sich sicherlich auch über diese weitere Coverversion seines One-Hit-Wonders gefreut. Stammen tut sie von der Münchener Indie-Rockband Pardon Ms. Arden, die einst von der SZ als größte Indie-Hoffnung Deutschlands für 2009 bezeichnet wurden, leider aber inzwischen nicht mehr aktiv sind. Don’t hurt me no more.

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Kings Of Leon – Use Somebody (RAC Mix)

Source: Wikimedia.org

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You know that I could use somebody. Für Gänsehaut und große Gefühle standen die Kings Of Leon nicht immer. 2000 in Tennessee von den Prediger-Söhnen Caleb, Jared und Nathan Followill sowie deren Cousin Matthew Followill gegründet hat das amerikanische Quartett inzwischen ganze sechs Alben herausgebracht und sich dabei nicht nur frisurentechnisch angepasst. Während ihre ersten beiden Platten Youth & Young Manhood (2003, mit dem genialen California Waiting) und Aha Shake Heartbreak (2004) noch sehr rough und wild, inklusive jaulendem Gesang vom damals gerade 20jährigen Caleb, waren gab es den ersten Wandel auf dem famosen Because of The Times (2007). Warum ihnen damit nicht schon der ganz große Durchbruch gelang – wenngleich sie in UK von Anfang sehr erfolgreich waren – bleibt ein Rätsel der Musikgeschichte. Das deutlich schwächere 2008er Only by the Night war es dann schließlich wodurch die Kings Of Leon, endlich auch in ihrem Heimatland, durch die Decke gingen – man spricht auch vom U2-Effekt – und sich das Album ganze 6,2 Millionen mal weltweit verkaufte. Dabei war es gar nicht mal das hierzulande so gehypte Sex on Fire, dass ihren mainstream breakthrough  markierte, sondern die  derbe Pop-Schnulze Use Somebody, die der Band ihre erste Top 5 Chartplatzierung in den USA ermöglichte. Der amerikanische Remix-Meister RAC, das Solo-Projekt von André Allen Anjos, nahm sich vor über fünf Jahren dieser Nummer an und hat daraus den nach wie vor sehr hörenswerten Remix gebastelt. Seitdem haben die Kings Of Leon mit ihren letzten beiden Alben nichts wirklich neues mehr herausgebracht, außer der Erkenntnis, dass sie längst im Mainstream von Radio Erft, Supermarktmusik und Ü40-Partys angekommen sind .. aber ist das letztendlich nicht auch irgendwie das Ziel eines jeden Musikers?

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DJ Koze – Burn With Me

dj-koze

In Deutschland spricht man nicht in Aufzügen. Victoria, der grandiose One-Take-Film von Sebastian Schipper, inzwischen ausgezeichnet und in aller Munde, sollte man sich aufjedenfall anschauen. Aber Vorsicht die Eskalation einer Nacht in Echtzeit in Berlin lässt einen nicht hollywodesk gut gelaunt aus dem Kino schlendern. Beginnen wir also von vorn: Eingangssequenz, stroboskoplicht, Berliner-Club und ein deeper schizoider Brainfoodbouncer von DJ Koze. Ursprünglich stammt Burn with Me als B-Seite von der ersten Single La Duquesa seines vor 2 Jahren erschienen Albums Amygdala und drückt seine Hommage an den David Lynch-Charakter Audrey Horne aus der Kult-Serie „Twin Peaks“ aus. Eben jenem Burn with Me hat der Hamburger DJ Koze nun extra ein Victoria Edit verpasst und somit ist die Nummer natürlich auch auf dem prämierten Soundtrack des Films von Nils Frahm enthalten. Zurück zum Film: Zu diesen ekstatischen Beats tanzt nun also alleine die spanische Protagonisten Victoria, beim rausgehen aus dem Club begegnet sie den vier stark betrunkenen Berlinern Sonne, Boxer, Blinker und Fuss. Daraufhin entsteht alleine schon durch das unmittelbare Setting ein intensiver Streifen, bei dem man die Emotionen der Darsteller aufnimmt als wäre man selber mit dabei und ist am Ende irgendwie auch erleichtert, dass der packende Film nach 140 Minuten endlich vorbei ist …

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MØ – Say You’ll Be There (Absence Remix)

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I’m giving you everything all that joy can bring, this I swear. Say You’ll Be There aus dem Jahre 1996, Brit-Award prämiert, war eine der großen Nummer auf dem Debütalbum Spice der britischen Girlie-Group Spice Girls. Während wir Kinder der 90er uns Fragen was eigentlich aus Geri Halliwell aka Ginger Spice und den anderen mittlerweile sich jenseits der 40 befindenden Spice Girls geworden ist, erinnert uns die dänische Sängerin , ebenfalls ein Kind der 90’s und irgendwie ein wenig wie Sporty Spice, an einen ihrer größten Hits. Karen Marie Ørsted machte erstmals als  2013 von sich reden, als sie ihre Stimme dem schwedischen Produzenten Avicii für seinen Song Dear Boy lieh. Ist ja genauso geschehen zuletzt bei Lean On von Major Lazer aber auch alleine hat die Dame so einiges zu bieten mit dem grandiosen Don’t Wanna Dance  oder ihrem letztjährigen Debütalbum No Mythologies To Follow. Und auch ihr Remake von Say You’ll Be There, hier im lässigen Absence-Remix, kann sich hören & sehen lassen.