0

Die Höchste Eisenbahn – Blume

Source: http://www.ruhmsucht.de/

Source: http://www.ruhmsucht.de/

Seit ich dich kenne, hab ich keine Ruhe. Sag all deinen Freunden, am besten noch heute unsere Liebe wird aufgehen wie eine Blume. Das Blumen auch wieder verwelken verschweigt uns Die Höchste Eisenbahn natürlich. Warum auch? Schließlich handelt es sich bei Blume um ein Liebeslied. Zuckersüße und leicht schmonzettige Lyrics inklusive – und einer ohrwurmentfachenden Melodie. Toll! Apropos schmissig: Dieses Adjektiv trifft es, wenn man die Schlagersongs beschreiben möchte, die Francesco Wilking für den Dresden-Tatort geschrieben hat. Ansonsten zeichnet sich der 41-Jährige Sänger Der Höchsten Eisenbahn natürlich durch seine Stimme aus, die wir ja bereits von seiner Band Tele (Mario) kennen. Zusammen mit Moritz Krämer entstand nach einem gemeinsamen Konzert in, naja, Dresden, 2011 die Band Die Höchste Eisenbahn. Die „auf Stelzen fahrende Eisenbahn“ wurde später auf Tour unterstützt durch die beiden Musiker Max Schröder (Tomte, Olli Schulz und der Hund Marie) und Felix Weigt (Kid Kopphausen) und brachte 2013 die erste Platte „Schau in den Lauf Hase“ raus. Jetzt singen sie auf ihrem Sophomore-Album „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“ über die Liebe, die wie eine Blume ist und erweichen damit auch die Herzen in der Schnurrbartgalaxie.

0

Boxed In – Jist

Source: neverenoughnotes.co.uk

Source: neverenoughnotes.co.uk

Climbing to the top now, on a search for cleaner air. Boxed In, das Quartett um Sounderspürer Oli Bayston, begleitet uns in der Schnurrbartgalaxie seit ihrem 2015er Debüt. Nun erscheint bereits mit Melt Album Nummer 2, auf dem uns wieder ultra- smoothe Beats und ein kuscheliger Gesang begrüßen. Just can’t get the jist of it fragt Bayston in der ersten Auskopplung Jist und zeigt uns damit direkt wohin es weiter geht mit seinem casual post-workout half-speed cool down.Die Idee Musik umzusetzen ergriff er in Manchester zunächst mit der Rockkapelle Keith. Es folgten schnell Projekte, bei denen er diverse UK-Künstler wie George Fitzgerald oder Lianne La Havas produzierte, aber eben auch an seinem eigenen Dancepop-Werk als Boxed In bastelte. Mit Forget gibt es übrigens bereits eine weitere flockig-poppige Singleauskopplung zu bestaunen.

0

Wanda – Gib mir alles (Official Video)

Source: http://universal-music.de

Source: http://universal-music.de

Never gonna give you up. Wie Stefanie Sargangel weiß, ruft uns das diabolische Quintett Wanda aus Wien direkt aus der Hölle „Enchanté, es tut weh“ zu. Starker und ansteckender Reim aus dem dazugehörigen poppigen Song Gib mir alles. Alles gibt euch auch Tom Selleck 2000 – zum Beispiel diesen feinen Clip zur Wanda-Nummer – auch wenn ab und zu die Luft und Zeit etwas eng wird. Geschafft hat er es hingegen zu ihrem Auftritt beim Gamescom-Festival in Köln. Open-Air mit deutlich besserem Ambiente als beim Gig im Februar.

0

Trümmer – Grüße aus der Interzone

Source: http://www.checkyourhead.de

Source: http://www.checkyourhead.de

Wo ist die Euphorie? Eine gute Frage, in einer Welt hedonistisch-konsumorientierter Reizüberflutung, in der jeder nur auf das iPhone-Update und den nächsten Bali-Urlaub wartet. Ich habe leider keine Zeit verzweifelt zu sein. Da sind sie wieder: Songzeilen, die man auch als Claim auf ein T-Shirt drucken oder an Plakatwände in Ehrenfeld, Kreuzberg oder dem Schanzenviertel kleistern könnte. Wobei Stop. Jetzt sind wir wieder in der Marketingwelt gelandet, wobei wir uns ja eigentlich in die Interzone begeben wollten, um die eingangs gestellte Frage zu beantworten. In diese Zwischenwelt entführt uns die inzwischen zum Quartett angewachsenen Hamburger-Band Trümmer mit ihrem neuen Album Interzone. Paul Pötsch, Tammo Kasper, Maximilian Fenski und Helge Hasselberg haben gerade mal knapp zwei Monate benötigt, um das heute, den 29. April, erscheinende Zweitwerk zu produzieren, welches wohl zu einer Hälfte aus knarzigem Deutschpop und zur anderen Hälfte deutlich Stoniger als gewohnt daherkommen soll. Wir sind gesapnnt! Grund zur Euphorie hat daneben in jedem Fall die erste Single Grüße aus der Interzone, in der Trümmer direkt wieder mit dem typisch-rauchigen Gesang von Pötsch, klasse Textzeilen und wilden Gitarren daherkommen.

1

Golf – Macaulay Culkin

Source: http://diffusmag.de

Source: http://diffusmag.de

Den Rest kannst du behalten, du Dreckschwein. Über 25 Jahre ist es nun her, dass Macaulay Culkin als Kevin allein zu Hause zum Kinderstar avancierte. Geben tut es den mittlerweile 35-Jährigen noch immer, auffallen tut dieser aber weniger durch schauspielerische Leistungen, sondern vielmehr durch drogenbedingte Absturzeskapaden. Whatever. Mein Held aus Kindheitstagen wird er immer bleiben. Und auch einem ungoogelbaren Indie-Quartett aus Köln namens Golf scheint es ähnlich zu gehen. So hat dieses seine großartige neue Single nach Macaulay Culkin benannt und man darf gespannt sein, wie es musikalisch nach diesem Opener auf ihrem Debütalbum Playa Holz im Mai weitergehen wird. Eine erste Kostprobe ihrer elektronischen Indiemusik mit einer Prise Storytelling-Coolness à la Bilderbuch versprühten Golf bereits 2014 mit dem Clip zu Geheimnis. Produziert wurde er von Fabian Podeszwa, der sich ebenfalls für die Videos von den Oracles (Melt Tonight), Roosevelt (Montreal) oder auch einer weiteren Nummer des ursprünglich aus Essen stammenden Vierers Ping Pong verantwortlich zeigt. Podeszwa war es auch, der während einer Südostasien Tour die folgenden retroesken Bilder einspielte und daraus den Clip mitsamt Ballonkopf zu Macaulay Culkin gebastelt hat. Auf Deutschlandtour geht’s dann auch schon bald und bringt Golf ja vielleicht auch in deine Stadt?

0

RÜFÜS – Say a Prayer For Me [Official Video]

11013357_922714091105550_3642487539175310671_n

 

When you call my name it’s like a little prayer. RÜFÜS, das australische Trio, welches mit You Were Right es ja auch auf unsere Jahresbestenliste geschafft hat, wirft uns mit Say A Prayer For Me einen weiteren dicken Brocken tanzbaren Electropop vor die Füße. Zu finden ist die Single dann auf ihrem mit jeder Menge Hits bestückten zweiten Album Bloom. Erschienen ist die LP auf Odeszas’s Foreign Family Collective Label, wo wir dann auch schon beim Who is Who australischen Electropops wären. Denn auch bei einem Blick auf die Urheber ihres Musikvideos zu Say A Prayer For Me sind diese vertreten: So ist der Clip von Toby & Pete, die man auch von ihrer Arbeit an Chet Faker’s Talk is Cheap kennt bzw. Flume’s Remix von Disclosure’s You & Me. Zu sehen und zu hören ist im Clip die Kombination aus Laser-Disco-Show im Wald und den typischen schwerelosen Synthies und dem veträumten Gesang von RÜFÜS. Auf Tour nach Deutschland kommen die drei dann auch für drei Termine im März.

 

0

Bombay – Slow Motion (Official Video)

Source: bombaybombaybombay.com

Source: bombaybombaybombay.com

Never going back to the slow motion. Please don’t slow me down, if I’m going too fast ist angesagt wenn die Nummer Slow Motion des Amsterdamer Trios Bombay erklingt. Garage Rock der sich nach den Strokes, Vines und dem Black Rebel Motorcycle Club anhört war ja mal derbe angesagt. Umso schöner wenn es auch noch Bands im Jahr 2016 probieren, eine rotzige Portion tanzbarer Gitarren-Riffs aufs Parkett zu legen. Bombay hießen bei ihrem ersten Album noch Bombay Show Pig, verkürzten ihren Namen dann aber nach der Auswechslung ihrer Drummerin Lisa Ann Jonkerin auf die schreibweise der indischen Metropole Bombay. Komplettiert mit Sänger Mathias Janmaat und Gitarrist Gijs Loots gibt’s dann mehr ihres Sounds auf dem zweiten Album Show Your Teeth und in dem hier zu bestaunenden Clip.

0

Wanda – Meine beiden Schwestern (Official Video)

Source: Wikipedia.org

Es ist wahrscheinlich etwas Wahres dran. Vor einem Jahr taucht die Wiener Band Wanda wie aus dem Nichts auf. Benannt ist das österreichische Quintett um Michael Marco, Manuel, Christian, Reinhold und Lukas nach Wanda Gertrude Kuchwalek. Die „Wilde Wanda“ wurde durch ihr ausschweifendes Leben in der Wiener Unterwelt zu einer Kultfigur der österreichischen Boulevardpresse und war im letzten Jahrhundert Wiens einzige weibliche Zuhälterin. Das passt. Für selbstzerstörerischen Hedonismus und Texte, die sich um die Themen Wein, Weib und Tanz drehen steht die österreichische Kapelle nämlich seit ihrem Debüt Amore! (Bologna!) schon längst. Oder wie Rampensau & Sänger Marco Michael Wanda zu Protokoll gibt: „Als ich Amore geschrieben habe, habe ich nur die Beatles und Falco gehört. Auf Wiener Schmäh tragen sie ihren Kampfruf für Dekadenz und Ausgelassenheit nun auch auf ihrem neuen Album Bussi aus. Produziert wurde das Ganze wieder von Paul Gallister, der schon Conchita Wursts Hit Rise Like A Phoenix mitproduzierte, und genau weiß, welche Zutaten ein guter Song haben muss. Bussi folgt dabei gnadenlos dem Charme des Debüts, wobei besonders das grandiose Meine beiden Schwestern (Wer ist eigentlich die immer wieder in Wanda-Video auftauchende Schönheit?) als Ohrwurm heraussticht. Hin und wieder stehn wir uns nah.

0

Roosevelt – Hold On (Official Video)

Source: Musixexpress.de / /Tonje Thielson

Source: Musixexpress.de / /Tonje Thielson

Fünf von Fünf Sternen. Bald gibt es möglicherweise auch hierzulande eine App namens Peeple, um Menschen zu bewerten. Wie ihr sicherlich wisst bekommt dieser hier von uns die volle Punktzahl: Seit 2012 ist Marius Lauber aka Roosevelt mit seiner Debütsingle Sea nicht nur gern gesehener Gast in der Schnurrtbartgalaxie, sondern er hinterließ auch bleibenden Eindruck beim Guardian, der sein Projekt zur New Band of the Week machte und auch Pitchfork gefiel seine erste EP sehr gut. Die letzten zwei Jahren kam dann der junge Kölner gut rum und spielte beim Melt, legte  in New York und London auf, tourte zuletzt entlang der Westküste der USA, um nun wieder in Deutschland aufzuschlagen. Nach dem famosen Night Moves serviert Roosevelt uns mit Hold On ein weiteres Häppchen für das noch nicht erschienen Debütalbum, und erinnert uns dabei mit dem entspannt italo-poppigen Track an wärmere Tage.Und ist das an der Gitarre im Video und bei den Live-Auftritten nicht eigentlich Deniz Erarslan von den Fotos?

0

FOALS – Mountain At My Gates

Source: Wikipedia.Org

Source: Wikipedia.org

I see a mountain at my gates. Ende August ist ja das exzellente vierte Album der Indie-Heroen Foals aus Oxford erschienen. Nach dem fulminanten Auftakt-Track What Went Down – so auch der Albumtitel – steht die nächste Singleauskopplung nun an. Bei Mountain At My Gates wird es weniger wild, dafür aber ziemlich interaktiv. Denn in ihrem 360°-Video – wohl das next big thing der Musikvideoproduktion – kann man sich in jede Perspektive in den Clip einklicken.