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Kings Of Leon – Use Somebody (RAC Mix)

Source: Wikimedia.org

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You know that I could use somebody. Für Gänsehaut und große Gefühle standen die Kings Of Leon nicht immer. 2000 in Tennessee von den Prediger-Söhnen Caleb, Jared und Nathan Followill sowie deren Cousin Matthew Followill gegründet hat das amerikanische Quartett inzwischen ganze sechs Alben herausgebracht und sich dabei nicht nur frisurentechnisch angepasst. Während ihre ersten beiden Platten Youth & Young Manhood (2003, mit dem genialen California Waiting) und Aha Shake Heartbreak (2004) noch sehr rough und wild, inklusive jaulendem Gesang vom damals gerade 20jährigen Caleb, waren gab es den ersten Wandel auf dem famosen Because of The Times (2007). Warum ihnen damit nicht schon der ganz große Durchbruch gelang – wenngleich sie in UK von Anfang sehr erfolgreich waren – bleibt ein Rätsel der Musikgeschichte. Das deutlich schwächere 2008er Only by the Night war es dann schließlich wodurch die Kings Of Leon, endlich auch in ihrem Heimatland, durch die Decke gingen – man spricht auch vom U2-Effekt – und sich das Album ganze 6,2 Millionen mal weltweit verkaufte. Dabei war es gar nicht mal das hierzulande so gehypte Sex on Fire, dass ihren mainstream breakthrough  markierte, sondern die  derbe Pop-Schnulze Use Somebody, die der Band ihre erste Top 5 Chartplatzierung in den USA ermöglichte. Der amerikanische Remix-Meister RAC, das Solo-Projekt von André Allen Anjos, nahm sich vor über fünf Jahren dieser Nummer an und hat daraus den nach wie vor sehr hörenswerten Remix gebastelt. Seitdem haben die Kings Of Leon mit ihren letzten beiden Alben nichts wirklich neues mehr herausgebracht, außer der Erkenntnis, dass sie längst im Mainstream von Radio Erft, Supermarktmusik und Ü40-Partys angekommen sind .. aber ist das letztendlich nicht auch irgendwie das Ziel eines jeden Musikers?

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Dauwd – Jupiter George

Source: kompakt.fm

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New Horizons. Während die NASA uns mit immer neuen Fotos vom Pluto versorgt, lassen wir uns lieber in den Bann des größten Planeten unseres Sonnensystems ziehen. Mit Jupiter George vom Briten Dauwd tauchen wir in seine deepen Sphären ein, lassen uns treiben und freuen uns sehr darüber, dass der gerade von London nach Berlin umgezogen Dauwd al Hilali es endlich auch in die Schnurrbartgalaxie geschafft hat. Die Jupiter George EP, auf der auch ein Track mit dem Titel Ritter Sport drauf ist, stellt damit bereits seinen dritten Release innerhalb eines Jahres auf Kompakt dar: Letztes Jahr erschien zunächst die Kindlinn EP mit dem auf Kompakt 14 enthaltenen Lydia und im Herbst kam dann noch die Saleh EP mit dem famosen Moiety heraus.

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Fort Romeau – Saku

Source: Facebook

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Concept record alert. Der Fairlight CMI wurde von den beiden Australiern Peter Vogel und Kim Ryrie Ende der 70er entwickelt und gilt als die Mutter aller samplebasierten digitalen Synthesizer. Insbesondere durch prominente Nutzer wie Peter Gabriel, Stevie Wonder oder Kate Bush erlangte das Instrument in den frühen 1980er Jahren Weltruhmstatus. Eben jenem Sampler hat nun der Londoner Michael Greene alias Fort Romeau eine ganze EP mit dem Namen Fairlights gewidmet in dem er hierbei verschiedene  Fairlight-gesampelte Housearrangements zusammengebastelt hat. Besonderes gelungen ist ihm die herzzerbrechende Dancefloor-Romanze Saku, bei der ihr jetzt mal ganz interaktiv selber auf Soundspourensuche gehen dürft … Auch gut sind dann noch die beiden bisherigen Alben des Briten Kingdoms (2012) und aus diesem Jahr das via Ghostly herausgekommene Insides.

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RÜFÜS – You Were Right

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Source: Facebook

Wer hat immer recht? Tyrone, Jon und James aka RÜFÜS haben zumindest die richtige Entscheidung getroffen, als sie sich in einem Studio am Technostrich in Friedrichshain einquartierten, um an ihrer neuen Platte zu basteln: „We found ourselves at the end of a string of touring in Europe and decided to stay there – in Berlin – for two months at the end of last year“. Dabei hat die Kälte der Hauptstadt den gewohnten sunny vibes des australischen Trios aus dem Surferhotspot Byron Bay keinen Abbruch getan. Herausgekommen ist schließlich auf ihrem Zweitwerk eine Mischung  aus Berliner Lässigkeit und der sommerlichen Euphorie Sydneys. Wann genau der Nachfolger ihres gerade in Down Under gefeierten 2013er Debüts Atlas dann auch hier erscheint ist noch offen. Tatsache ist hingegen, dass You Were Right – der erste Track daraus – schon ziemlich abgeht und gute Laune verbreitet, wiedermal ein Indiz für die Hitgenauigkeit von australischem Indiedance.

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NVOY – You Are

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You are the sun, you are the only one. Das Londoner Duo James (22) und Conner (20) alias NVOY machen Musik für  „beautiful women“, eine Zielgruppe die zweifelsohne auch für Tom Selleck 2000 nicht unerheblich aber oftmals unerreicht ist. Dementsprechend servieren sie uns mit dem fluffigen You Are finest Handtaschenhouse  der Marke future RnB aus UK, der nicht nur die Damenwelt in Entzückung versetzen wird. Zu finden ist der Track dann auf der Compilation Spread Love Vol.5 die via Black Butter erschienen ist.

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DJ Koze – XTC

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Dirk von Lowtzow fragt: „Warum, lieber Koze, müssen wir KünstlerInnen immer so viel saufen?“ DJ Koze antwortet: „Eine Frage, die in meinem Freundeskreis immer wieder aufs Heftigste diskutiert wird. Ich glaube, es geht darum, den Kopf, die Ratio, den geschwätzigen Geist auszuschalten.“ Derartigen Rauschzuständen widmet sich der Hamburger Altmeister auch bei seinem fließend-wonnevollen neuen Housetrack XTC, der auf Pampa Records herausgekommen ist. Zusammen mit I Haven’t Been Everywhere But It’s On My List, was auf der von Koze verantworteten 50. Ausgabe der DJ-Kicks-Reihe enthalten ist, stellt XTC damit seinen ersten Release seit seines 2013er Albums Amygdala dar.

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Jean Tonique – What You Wanna Do (Feat. Dirty Radio)

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Fear of missing out? Ein weiteres Charakteristikum unserer Generation ist angeblich das Phänomen FOMO, aka die Angst etwas zu verpassen. Da wir hier ja eh machen was wir wollen, helfen wir euch dagegen mit dem  hinlänglich bekannten hedonistischen YOLO-Gedanken. Dazu fülle man sich Eiswürfel in ein Longdrink-Glas, gieße 4 CL feinsten Hendrick’s Gin hinein, gießt das Ganze mit Fever-Tree Tonic Water auf und drapiert es mit drei dünn-geschnittenen Gurkenscheiben und einer Prise Pfeffer. Trinken tut man den Gin Tonic dann natürlich ohne Strohhalm, und auf die Ohren gibt’s disco-infizierten Summerhouse. Dieser stammt standesgemäß vom Pariser Produzenten Jean Tonique und seinem auf der  Compilation Partyfine vol.2 zu findenden What You Wanna Do Track, bei dem er gesangliche Unterstützung vom Kanadier Dirty Radio erhalten hat.

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In Session: Kölsch

Source: http://www.kompakt.fm/artists/koelsch

Sublime, simmering house music from an artist at the peak of his career. Vollkommen nachvollziehbar was das renommierte Mixmag da von sich gibt, wenn es um den dänischen Produzenten Kölsch geht. So sorgte dieser – eigentlich heißt er Rune Reilly Kölsch – ja vor kurzem mit dem Release seines zweiten Albums 1983 auf Kompakt für ordentliche Jubelstürme bei vielen Anhängern der Schnurrbartgalaxie. Kein Wunder, setzt Kölsch seinem bereits vor 2 Jahren mit seinem Debüt 1977 eingeschlagenen Weg melodischen Techno zu kredenzen fulminant fort. Kollaborationen mit Gregor Schwellenbach (Cassiopeia, Talbot, The Road) dürfen darauf ebenso wenig fehlen wie welche mit Tomas Høffding (Bloodline). Der Titeltrack 1983 eröffnet dann auch seinen ultrastarken Mix, wo wir wieder beim Mixmag wären.